Gemeinsam für die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe: Botschafter der Stiftung und Bundestrainer im Ringen Alexander Leipold und Geschäftsführerin Franca Piepenbrock beim Benefizturnier "Ringen gegen den Schlag!" - das U23 Kaderturnier im Ringen zugunsten der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe am 20.Juni 2010 in Karlstein am Main.

Die Erkrankung Schlaganfall

Unter einem Schlaganfall versteht man einen unvermittelt ("schlagartig") einsetzenden Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns. Verantwortlich dafür ist in den meisten Fällen eine Mangeldurchblutung.
Je nach Ursache sprechen Ärzte daher heute z.B. präziser vom "Hirninfarkt", wenn der Schlaganfall durch eine Mangeldurchblutung des Gehirns hervorgerufen wurde oder von einer "Hirnblutung", wenn der Schlaganfall durch den Austritt von Blut in das Hirngewebe verursacht wurde.

So entsteht ein Schlaganfall

In ca. 80 Prozent der Fälle kommt es zu einem Verschluss eines gehirnversorgenden Blutgefäßes, z. B. durch ein Blutgerinnsel. Dies führt zu einer Mangeldurchblutung (Ischämie). Dabei ist die Blut- und Sauerstoffversorgung für bestimmte Regionen des Gehirns nicht mehr ausreichend. Auch hier muss eine schnelle ärztliche Abklärung erfolgen! Halten die Symptome länger als 24 Stunden an, liegt ein vollendeter Schlaganfall vor, ein so genannter Hirninfarkt.

Wenn Kinder der Schlag trifft


Vor kurzer Zeit oder gerade eben haben Sie es erfahren: Ihr Kind hatte einen Schlaganfall! Niemals hätten Sie mit einer solchen Diagnose gerechnet, und vielleicht liegen hinter Ihnen Stunden, Tage, Wochen oder gar Monate des Bangens, Wartens und Hoffens. Denn ein Schlaganfall ist gerade bei Kindern immer noch schwer zu diagnostizieren. Hört man diese Diagnose, fällt man erst einmal in ein tiefes Loch, oder man hat das Gefühl, den Boden unter den Füßen zu verlieren.

Warum gerade mein Kind?


Warum überhaupt bekommen unschuldige Kinder diese Krankheit, die doch eigentlich nur alte Menschen trifft?
Leider hören wir immer häufiger auch von jungen Menschen, die einen Schlaganfall erleiden, manchmal sogar schon als Baby im Mutterleib. Die Ursachen sind noch nicht ausreichend erforscht, die Wissenschaft arbeitet jedoch daran.

Jährlich erleiden etwa 300 Kinder einen Schlaganfall, die Dunkelziffer ist vermutlich höher, eben weil die Diagnose nicht einfach ist. Gleiches gilt für die Therapie - Kinder können nicht wie Erwachsene therapiert werden. Hier gibt es jedoch schon vielfältige Möglichkeiten.